Gartenarbeiten im Oktober

Nun geht mein Gartenjahr dem Ende entgegen. In den letzten Tagen habe ich angefangen meine Beete “winterfest” zu machen. Ich habe alte Salate herausgezogen und die Beete gesäubert. Dieses Jahr decke ich die Beete mit schwarzer Mulchfolie bzw. Zeitungspapier ab. Ein Versuch. Ich möchte im nächsten Frühjahr auf das Umgraben verzichten und den Boden nur oberflächlich lockern. Zur Aussaat von Gründüngung ist es mir jetzt zu spät geworden.

Endlich habe ich einen selbstgebauten Kompostbehälter! Er ist ganz einfach gebaut: 4 lange Pfosten, 1 kürzerer Pfosten für die “Tür” und einfacher Zaundraht rundherum festgetackert.

Aus Zeitgründen werden wir wohl den Garten auf ca. 100 m2 verkleinern müssen. Im bisher hinteren Ende des Gartens wachsen kaum Gemüse, weil die großen Bäume zuviel Wasser und Nährstoffe entziehen. Daher wird dieser Teil wahrscheinlich wieder zu Waldboden. Eine Überlegung ist es noch, ob im hinteren Teil des Gartens ein schöner Platz für Hühner wäre. Es sind immerhin 80 m2 – Raum also für 10 Hühner. Doch auch Hühner benötigen einiges an Zeit und Aufmerksamkeit. Außerdem müßte ein Stall gebaut und ein weiterer Zaun gezogen werden … Und dann sind hier im Wald auch eine Menge Räuber! Füchse, Marder, Eulen, Raubvögel, Nachbarskatzen … Da ich keine Erfahrung mit der Hühnerhaltung habe, weiß ich nicht, wie wehrhaft Hühner sind. Das kommt wohl auch ein wenig auf die Rasse an, denke ich.

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www.maxflora.de : Ein toller Shop für Gärtner und Gärtnerinnen!

Jetzt ganz neu: Mein GärtnerInnen-Shop! Bitte schaut Euch dort mal um. Ihr werdet dort viele schöne Dinge finden:

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Diese liebevoll ausgesuchten Dinge lassen jedes Gärtner- und Gärtnerinnenherz höher schlagen! Geschenke für Freunde und Familie und sich selbst.

Hier findet Ihr besondere Dinge wie Gartendekorationen, Gartenmöbel, Schmuck, Bekleidung, Accessoires, Schönes und Nützliches für Küche, Flur und Bad, Lampen, Wohntextilien und Möbel für Gartenfreunde. Gartengeräte sind natürlich auch im Angebot!

Viel Spaß beim Stöbern!

Liebe Grüße
Maxgreena

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Gartenarbeiten im Mai

Jetzt im Mai ist im Garten sehr viel Arbeit zu erledigen. Noch im April habe ich drei Mischkulturbeete angelegt. Die waren mit Vlies bedeckt und darunter sind die Kartoffel und die Salate, Kohlrabi und Radieschen gewachsen. Es war bis vor kurzen hier im Norden Deutschlands noch sehr kalt und nass. Plötzlich ist es vor ein paar Tagen heiss geworden.

Mein Schreck war gross, als ich die Vliese entfernte: die Vogelmiere hat fast die Salate überwuchert. Das ist innerhalb weniger Tage passiert. Also habe ich zunächst schubkarrenweise Vogelmiere entfernt. Dann mußte ich zwei Felder (à 6 x 1,2 m) erneut mit der Grabgabel umgraben um das Wildkraut zu entfernen. Auf diese Felder habe ich anschließend Bohnen ausgesäht.

Ein drittes kleineres Feld ist ebenfalls nochmals vom Kraut befreit worden und mit der Bohnensorte “Purple Teepee” bestückt worden. Pflücksalate, Rosenkohl und Zucchini haben einen Platz gefunden. Auch die ersten vorgezogenen Tomaten habe ich in die Mischkulturbeete gepflanzt.

Trotz tagelanger schweisstreibender Arbeit sieht der Garten immer noch sehr wild aus. Ein bis zwei Wochen wird es sicherlich noch dauern bis alles umgegraben, vom Unkraut befreit und ausgesäht ist. Und dann geht das ganze Spiel von vorne los … :)

Ich habe die ersten Radieschen und schon einige Salate geerntet. Wenn ich dann den frischen knackigen Salat esse, denke ich: “Doch! Die ganze Arbeit lohnt sich! Igendwie…”

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Buchtipps für Gärtner

Liebe Gartenfreunde, hier habe ich euch einige sehr lesenswerte Bücher herausgesucht, die Euch bestimmt gefallen werden. Die ersten Bücher habe ich in meinem persönlichen Besitz und möchte diese besondern empfehlen. Falls Ihr die Bücher (oder auch etwas anderes) bei amazon bestellen möchtet, nutzt doch bitte den “amazon.de-link”. Damit finanziere ich einen kleinen Teil dieser Webseite. Das ist lieb! Vielen Dank! Und viel Spaß beim Stöbern.

Eure Maxgreena

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Gartenrundgang im September 2011 – Video

Liebe Gartenfreunde, bitte folgt mir in meinem Video vom September 2011 zu einem Gartenrundgang in meinen Gemüsegarten…

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Kompost – das schwarze Gold des Biogärtners

Kompost! Nie hat man davon genug … Aber wie kommt man zu eigenem Kompost?

In den letzten Jahren habe ich meine Gemüseabfälle immer an eine Stelle, die weit ab vom Gemüsegarten gelegen ist hingebracht. Mehr nur zur Entsorgung der Abfälle. Da ich aufgrund der schweren Bodenstruktur im Gemüsegarten Unmengen von Kompost benötige, hatte ich in den letzten Jahren in der Summe mehrere Tonnen Kompost von der öffentlichen Kompostieranlage geholt.

Nun möchte ich meine Gemüse- und Gartenabfälle nicht weiter so verschwenden und einen eigenen Kompost anlegen. Der beste Platz für einen Kompost ist halbschattig. Gut, das kann ich bieten! Man benötigt etwas, dass eine Fläche von ca. 1 x 1 Meter begrenzen kann. Einen Drahtzaun an Pfosten zum Beispiel. Man kann alternativ alte Euro-Paletten verwenden oder einen der fertigen Kompostsilo aus Kunststoff kaufen. Es gibt ebenfalls Kompost-Module aus verzinktem Metall. Einige Gartenbesitzer schichten auch riesige freistehende Kompostmieten mit einer Breite von 2 Metern, einer Höhe von ca. 1,5 Meter und beliebiger Länge auf – das macht nur Sinn bei Unmengen an Abfällen.

Dann sammelt man das Material, dass verrotten soll. Am besten, man hat soviel Material, dass der Kompost mindestens 1 Kubikmeter (also 1 x 1 x 1 Meter) groß werden kann. Nur wenn genügend Material in der richtigen Mischung zusammen kommt, beginnt die Rotte schnell und verläuft zügig.

Man befüllt den Kompost wie folgt: auf die blanke leicht aufgelockerte Erde gibt man zunächst etwas grobes Material (z.B. grob zerschnittenes Holz), dass als Drainage dient. Der Kompost muss unbedingt Kontakt zur Erde haben, weil nur so die Bodenorganismen und Regenwürmer in den Kompost einwandern können. Ohne die vielen verschiedenen Kleinlebewesen werden die Abfälle nicht in das “schwarze Gold” umgewandelt!

Die Höhe der ersten Schicht kann ca. 10 cm betragen. Danach können “braune”, also getrocknete Gartenabfälle und weiteres feiner geschnittenes oder gehäckseltes Holz aufgeschüttet werden. Jede Schicht sollte nicht dicker als 10 cm werden. Dann folgt “grünes” Material, also Abfälle, die eher feucht sind. Ab und zu kann man eine Handvoll Gesteinsmehl und eine Schaufel Gartenerde dazu geben. Auf diese Weise “impft” man den Kompost mit Bodenlebewesen und Mikroorganismen. Man schichtet wechselweise “Braunes” und “Grünes” in maximal 10 cm dicken Schichten bis der Komposter voll ist. Die maximale Höhe wäre für mich bei 1,20 Meter, damit ich noch gut arbeiten kann.

Wenn man das Gefühl hat, das Kompostgemisch ist eher etwas zu trocken, kann man ihn mit Wasser oder einer Pflanzenjauche angießen. Ganz oben auf kann man den Kompost mit Stroh bedecken, das gleicht das Klima im Kompost aus und schützt ihn.

Nun heißt es einfach abwarten! Nach einiger Zeit beginnt die Rotte: der Kompost wird im inneren richtig heiß! Diesen Prozeß sollte man unbedingt abwarten, bevor man irgendetwas weiter unternimmt.

Welche Dinge kann man kompostieren?
Alle Grünabfälle aus der Küche: Schalen von Obst und Gemüse, Biozitrus-Fruchtschalen, Eierschalen, Kaffeepulver (auch mit Filtertüte), unbehandeltes Papier und Pappe (zerkleinert und zerknüllt), Tierhaare, Blumensträuße, Kot von Haus- und Nutztieren und Pflanzenfressern (z.B. Pferden, Kühen, Schweinen, Kaninchen, Hamstern, Vögeln, Hühnern, …), Unkraut, angetrockneter Rasenschnitt, Herbstlaub, alle Gartenabfälle von gesunden Pflanzen.

Welche Dinge kann man nicht kompostieren?
Alles, was gekocht war; Fleisch, Plastik, Glas, Metall, Zitrusfrüchte, behandeltes Papier, kranke Pflanzenreste, ausdauernde Unkräuter, die aus den Wurzeln austreiben

Mein Kompost ist Vegetarier – das kann ich mir leicht merken.

Tipps:
der Kompost soll weder zu trocken noch nass sein. Es muss genügend Luft im Kompost vorhanden sein, das Material darf nicht “aneinander kleben “; es sollte nicht zu sehr gepresst oder gestopft werden.

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Vorbereitungen im Gemüsegarten im März

Obwohl ich hier im Norden Deutschlands lebe, sind in diesem Jahr die Mitte-März-Tage recht mild (10 bis 12 Grad). Heute hat es mich in den Gemüsegarten gezogen. Mit Schubkarre, Rosenschere und Handschuhen ausgerüstet geht es an die Vorbereitungen für die Gartensaison.

Zunächst habe ich eine Bestandsaufnahme gemacht: Was muss ich innerhalb der nächsten Tage erledigen, damit die Gartenfräse nächste Woche eingesetzt werden kann? Was ist zu ordnen, zu beschneiden? Welche Pflanzen sind durch den Frost beschädigt? Sind die Wühlmäuse noch im Garten tätig?

Ich habe heute die Kletterrosen am Rosenbogen beschnitten. Wie in jedem Winter frieren einige der Triebe ab oder trocknen zurück.

Danach habe ich mich um die kleine Himbeerreihe gekümmert. Auch hier habe ich alle alten, abgetragenen Ruten entfernt und schwache, dünne Triebe herausgeschnitten.

Dann habe ich Kohlreste und altes Bohnenkraut sowie alle Stützstäbe entfernt. Einige Äste die bei den Winterstürmen von den Bäumen gefallen waren mussten ebenfalls weggeräumt werden. Auch im schmalen “Blumenbeet” habe ich Ordnung geschaffen und mich dabei an den Austrieben der Tulpen erfreut. Lange kann es nicht mehr dauern, und die kleine Mühe im letzten Herbst die Zwiebeln in den Boden zu bringen, wird mit einer hoffentlich bunten Vielfalt belohnt.

Wo wohl meine Rhabarberpflanze geblieben ist? Neulich habe ich den ganz jungen Austrieb bei einer Garteninspektion doch noch gesehen… sind die Wühlmäuse schon wieder da? In den Fallen waren keine Mäuse zu finden.

Ich habe für Euch ein Video gemacht, das meine Garten-Bestandsaufnahme zeigt, und hoffe, dass ich bald dazu komme es bei youtube hochzuladen.

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Trotz Harz IV – ALG II gesund ernähren?

(Achtung: satirischer Sarkasmus!)

Liebe Gartenfreunde, kann man sich, obwohl man sich unter der Armutsgrenze befindet, gesund ernähren – selbst wenn man auf Auto, Urlaub, neue Kleidung und Freizeitvergnügungen bereits verzichtet?

Ich habe auf “youtube” einige Filme gesehen, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen. Das sind Filme aus den USA. Sie berichten über die Menschen, die in den ehemals großen Automobilbaumetropolen (z.B. Detroit) langzeitarbeitslos sind. Dort stehen viele Stadtteile fast leer, die Supermärkte sind in gewinnbringende Zonen fortgezogen, es gibt nur noch Tankstellen, bei denen man “Dosenfutter” kaufen kann, jedoch kein frisches Obst und Gemüse!!! Einige Leute haben deshalb einfach leerstehende Brachflächen, die der Stadt gehören, besetzt und in Gartenland umgewandelt. Doch wirklich!

Ich versuche mir das gleiche für Deutschland vorzustellen… “Hm, soll ich vor dem Rathaus meinen Gemüsegarten anlegen???” Spaß beiseite, das ist ein ernstes Thema.

Obwohl wir in Deutschland ein relativ gut funktionierendes Sozialsystem besitzen, reicht das sogenannte Harz IV-Einkommen mit Sicherheit nicht aus, sich gesund zu ernähren. Deshalb schrieb ich auch: “unter der Armutsgrenze”. Ich stelle mir vor, dass man in dieser finanziellen Notsituation viele Kompromisse machen muss.

Zum Beispiel: Bio-Fleisch. ja super! Das wollen doch alle. Es ist leider sehr teuer. Warum eigentlich? Die Biobauern sparen doch jede Menge Medikamente.
Schon mal gehört: “Aber der Verbraucher will ja preiswertes Fleisch!”?

Mit viel Engagement, Eigeninitiative und Kreativität kann es einem trotzdem – möglicherweise – gelingen, sich gesund zu ernähren – ALG 2 zum Trotz!

Eine gute Quelle für Tipps zum sparsamen Haushalten ist auch “chefkoch.de”.  Dort gibt es  z.B. die “Sparrunden”. In den Sparrunden wird berichtet, dass man seinen Haushaltsetat sehr genau planen muss: z.B. alle “überflüssigen” Versicherungen, Zeitschriften- Abonnements sofort kündigen soll. Auch ansonsten muss man sich seine festen Kosten sehr genau anschauen: Wo ist “Sparpotential”? Heizkosten, Telekommunikation, Wassergeld, Miete, Freizeit, Lebensmittel, Kaffee, Zigaretten, Alkohol (die beiden letzten sind eh ungesund!)? Ich habe jedenfalls verstanden, dass die tägliche Hauptmahlzeit nicht mehr als 1,00 Euro pro Person kosten darf, um mit dem Geld auszukommen.

Mein Tipp: Schafft euch einen Garten an. Egal wie. Eine kleine Parzelle (auch mit mehreren Gleichgesinnten geteilt) reicht, um vielfältiges Gemüse anzubauen und frisch auf den Tisch zu bringen. Notfalls macht ihr es wie die Amerikaner und besetzt städtisches Brachland! ;). Der Tipp von Prinz Charles, Gemüse im Balkonkasten anzubauen, hat viel Charme, aber zur Selbstversorgung mit Gemüse reichen Balkonkästen dann doch nicht.

Nachtrag:
Ok, wenn nun alle 7,5 Millionen ALG 2 Bezieher (Zahlen vom statischen Bundesamt von 2010) Brachland besetzten, könnte es mit der Anbaufläche schon knapp werden …

Ich rechne das mal kurz aus:
7,5 Millionen Menschen mal  jeweils 50 Quadratmeter Anbaufläche entspricht
375 Millionen Quadratmeter oder 375 Quadratkilometer.

Ups, das ja ist zufällig fast die Fläche von Bremen oder Dresden! Ja, gibt es soviel städtisches Brachland?

Also:
“Wo sollen denn die 3,4 Millionen ALG 1 Bezieher noch ihr eigenes Gemüse anbauen?” “Und die sogenannten “Working Poor” – also die Menschen, die für Dumping-Löhne in Zeitarbeitsfirmen arbeiten und trotzdem nicht über den Sozialhilfesatz gelangen?”

Für fast 11 Millionen Arme (ohne “Working Poor”, die haben ja sowieso keine Zeit für Gartenarbeit, denn die arbeiten ja bereits) reicht unsere Brachlandfläche wohl gar nicht mehr aus, weil “50 Quadratmeter pro Person” sich auf den reinen Gemüseanbau bezieht. Man benötigt zur Selbstversorgung ja auch noch Obst, Getreide und Viehfutter.

Naja, vielleicht kann Herr Wulff (genau, unser Ex-Präsi) ja von seinen 199 000 Euro “Ehrensold” im Jahr auf Mallorca oder in Griechenland noch etwas Anbaufläche dazumieten. Mallorca hätte den Vorteil, dass da sowieso schon sehr viele Deutsche wohnen, Nachteil: die gehören eher nicht zu den “Working Poor”. Griechenland wäre wohl besser geeignet, da steigt dann auch gleich das Bruttosozialprodukt. Nachteil: Das Gemüse müsste nach Deutschland eingeflogen werden und ist nicht mehr ganz so frisch.

Und 199 000 Euro? Das ergibt gar nicht soviel zusätzliche Anbaufläche …hm… dann müssen wohl noch einige Vorstandsvorsitzende der Banken einen kleinen Anteil, nur so 10% von ihrem Jahres-Einkommen, mit in den Topf werfen.

10 %, das wären dann so pro Vorsitzendem im Durchschnitt 99 000 Euro – bei einem Jahresverdienst von nur 0,9 Millionen – auf die er jährlich verzichten müsste. Super, dann reicht es allemal für die Miete der zusätzlichen Anbaufläche! Aber können wir das den Bänkern zumuten?

Ich glaube nicht: die sparen doch auf Ihre zweite Yacht – habt doch bitte etwas Mitleid. Ihr wisst gar nicht, was so eine Yacht kostet und dann der Unterhalt. Also bitte. Da müssen wir uns wohl etwas anderes überlegen.

(satirischer Sarkasmus? – oder ist das Geschriebene doch schon Polemik?)

 

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Planung eines Gemüsegartens – die Grundlagen

Tja, eine Freundin fragte mich vor ein paar Tagen: “Sag mal, was muss ich eigentlich beachten, wenn ich Gemüse ziehen will?”

Hm, ups, meine Antwort fiel dann etwas umfangreicher aus ;)!

OK, zunächst die Lage des Gartens:
Sonne, Sonne und Sonne sind gute Voraussetzungen. Etwas windgeschützt ist auch gut.

Wasser in der Nähe der Gemüse macht viel Sinn!

Dann der Boden:
Um welche Art von Boden handelt es sich? Leichter Boden (Sandboden), mittelschwerer Boden, schwerer Boden (Lehm, Ton)?
Wie humusreich ist der Boden? Entsteht im Gartenbereich Staunässe? War der Gartenboden vorher Wald, Wiese, Ackerland, Brachland, ist er eventuell mit Schadstoffen belastet? Wie ist die Ausrichtung des Gartens in Bezug auf die Himmelsrichtung? Wie reich ist der Boden an Kleinstlebewesen – Wie lebendig ist also der Boden?
Man sollte zumindest am Anfang eine Bodenanalyse in einem Labor machen lassen, auch, um die fehlenden Nährstoffe oder eventuelle Schadstoffe zu bestimmen.

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beschreibt es so:
“Ein gesunder Boden soll sich wie folgt zusammensetzen:

  • 50 % feste Bestandteile (organisch – Humus; anorganisch – Mineralien)
  • 50 % Hohlräume (je zur Hälfte mit Wasser und Luft gefüllt)
  • intaktes Bodenleben (biologische Aktivität des Bodens)”

Bodenverbessungs-Maßnahmen einleiten: Kompost von der örtlichen Kompostieranlage besorgen, solange kein eigener Kompost vorhanden ist. Gesteinsmehle und Humus bei eher sandigem Boden, Humus und Sand bei schweren Böden einarbeiten. PH-Wert messen und in den Bereich 5,5 bis 7,5 bringen. Meistens fehlt etwas Kalk, d.h. der Boden ist oftmals zu sauer für Gartengemüse.

Optimale Werte der Bodenreaktion für einige Gemüsearten:

  • pH über 7: Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Kopfkohl
  • pH 7 bis 6: Blumenkohl, Buschbohnen, Brokkoli, Erbse, Gurke, Kürbis, Lauch, Melone, Möhre, Paprika, Rosenkohl, Rote Bete, Salat, Schwarzwurzel, Spargel, Spinat, Tomate
  • pH unter 6: Kartoffel, Knollensellerie, Mangold, Rhabarber, Zwiebel

Die meisten Gemüsearten besitzen einen großen Toleranzbereich, der eben zwischen 5,5 und 7,5 liegt (z.B. Gurke).

Gartenfläche in Quadratmetern:
Wieviel Zeit steht für die Gartenarbeit zur Verfügung? Wieviel Platz steht zur Verfügung? Ein grober Richtwert ist folgender: 50 m2 pro Person ermöglicht eine Selbstversorgung mit frischem Gartengemüse über das Jahr. Flächen für Kartoffeln, Spargel, Obstbäume, Beeren und Getreide sind hier nicht miteinbezogen. Baut man diese auf den 50 m2 mit an, gibt es jeweils entsprechend weniger Gemüse. Oder man rechnet aus, wieviel zusätzliche Fläche für die benötigten Obstbäume und Beerensträucher usw. nötig ist.

Man kann auch schon auf drei bis vier kleinen Beeten viele unterschiedlichen Gemüsesorten (z.B. in Mischkultur) ziehen und sehr viel Freude und viel frisches Gemüse dadurch haben.

Beete neu anlegen:
Bewährt haben sich rechteckige Beete mit einer Breite von ca. 1,20 m und beliebiger Länge – je nach Gartensituation. Die Beete sollten möglichst in Nord-Süd-Richtung verlaufen, damit alle Reihen des Beetes genügend Sonne erhalten. Jedes Beet wird mit einem Spaten umgegraben und die Boden-Hilfsstoffe werden eingearbeitet und das Unkraut sorgfältig entfernt. Oder man bearbeitet zunächst die gesamte Gartenfläche mit einer Motorfräse und nimmt die Einarbeitung der Bodenhilfsstoffe anschließend mit der Grabgabel vor.

Leidet der Boden unter stauender Nässe, muss zuerst eine Drainage erstellt werden. Je nach Verdichtungsgrad des Bodens können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein. Bei leichter Verdichtung reicht oftmals eine Bodenverbesserung durch tiefes Umgraben und Kompost- und Sandzufuhr. Im ersten und eventuell zweiten Jahr sollte man den Garten nur mit Gründüngung bestellen. Dazu Pflanzen wählen, die tiefreichende Wurzeln besitzen (z.B.: Sonnenblumen, Lupinen).

Ist der Boden sehr staunaß und sehr stark verdichtet muss man eine Drainage legen: Dazu gräbt man Gräben ca. 80 cm tief, es folgt eine 7cm dicke Schicht Kies, in die ein Drainagerohr gelegt wird, das wird wiederum mit Kies und einem Vlies bedeckt, damit die Erde es nicht verstopft. Darüber kommt der mit Humus gelockerte Gartenboden. Das Drainagerohr soll mit einem leichten Gefälle in eine Richtung gelegt werden, wo das Wasser ablaufen und versickern kann. Manchmal ist dazu noch eine Sickergrube erforderlich. Eine Sickergrube ist deutlich tiefer als die Drainagerohre und ebenfalls mit viel Kies, einer Lage Vlies und Erde gefüllt.

Wege und Pfade anlegen:
Zwischen den Beeten reichen jeweils unbefestigte schmale Pfade von 30-40 cm Breite. Diese kann man mit Rindenmulch abdecken. Der befestigte Hauptweg kann 50- 70 cm breit sein, so dass man sie mit einer Schubkarre befahren kann.

Kompost anlegen:
Selbst in einem kleinen Garten sollte man unbedingt seinen eigenen Kompostplatz anlegen (dazu später mehr).

Welche allerwichtigsten Werkzeuge braucht ein Gartenanfänger?
Alle Gartenwerkzeuge sollten die bestmögliche (bezahlbare) Qualität besitzen!

  • Spaten
  • Handschaufel
  • Grabgabel
  • Hacke
  • Schaufel
  • Gartenschere
  • Messer
  • Rechen
  • Gießkannen
  • Gartenschlauch
  • Schubkarre
  • Eimer

Ich persönlich finde die Stecksysteme ganz sinnvoll. Man benötigt 2-3 Stiele, und kann dann die entsprechenden Werkzeugspitzen (wie Hacke, Rechen, Besen; Säge) anstecken. Das spart Raum und Geld. Der Spaten und die Grabgabel sollten jedoch fest mit dem Stiel verbunden sein. Das sind beides Geräte, die großen Lasten ausgesetzt sind und ohnehin ständig im Einsatz sind.

Welches Zubehör ist sinnvoll?

  • Band
  • Draht, in verschiedenen Stärken
  • Druckluftspritze /für Jauchen und Dünger

bei Selbstaussaat von Pflanzen:

  • Behälter für Saatgut (für dunkle und kühle Lagerung)
  • Minigewächshäuser für die Fensterbank
  • Torftöpfe, Jiffies
  • Plastik- und Tonblumentöpfe
  • Pikierstab
  • Aussaaterde

Und was soll ich nun anpflanzen?

Das ist eine persönliche Sache, denn es kommt auf die eigenen Vorlieben an. Wenn man ein ausgesprochener Salat-Muffel ist, macht Salat wenig Sinn. Ich würde zu Beginn zu einfach zu kultivierenden Pflanzen raten:

  • Salat
  • Rote Beete
  • Bohnen, insbesondere Kletterbohnen
  • Mangold
  • Petersilie und Schnittlauch (gekaufte Pflanzen)

Wobei man nie genau sagen kann, was in dem Garten in einem Jahr gut wächst. Man muss sich einfach herantasten, ausprobieren und seine Erfahrungen am besten schriftlich in einem Gartentagebuch festhalten, um aus Fehlern und Erfolgen zu lernen.

Dabei wünsche ich Euch viel Spaß!
Maxgreena
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Mischkultur – Beet mit Zucchini, roter Beete, Kohl und Kräutern

Diese Mischkultur für ein Beet mit den Maßen 1,20 Meter Breite und 5 Meter Länge (man kann die Größe auch an den eigenen Garten anpassen) finde ich auch ganz interessant:

Im Mai: 2 Zucchinpflanzen je an ein Ende des Beetes pflanzen, z.B. eine gelbe und eine grüne Sorte. Die Zucchini brauchen jeweils einen Quadratmeter Platz.
In die 1. und 3. Reihe, die nur noch 3 Meter lang sind, setzt man mit 50 cm Abstand jeweils einen frühen Rotkohl. Dazwischen sät man Borretsch.

In die mittlere Reihe sät man Dill und im Abstand von 10 cm setzt man eine rote Beete-Jungpflanze. (Bild 1)

Mischkultur Ende Mai, Rote Beete, Zucchini, Rotkohl, Dill und Boretsch

Mischkultur Ende Mai, Rote Beete, Zucchini, Rotkohl, Dill und Borretsch (Bild 1)

Wenn Kohl und rote Beete geerntet sind, sät man Spinat. Die Zucchini verbleiben noch länger auf dem Beet. Wenn sie abgeerntet sind – ungefähr Ende September – sät man auch hier Spinat. Insgesamt sind es 8 Reihen Spinat. (Bild 2)

Mischkultur Ende September - 8 Reihen Spinat

Mischkultur Ende September - 8 Reihen Spinat (Bild 2)

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