Buchtipps für Gärtner

Liebe Gartenfreunde, hier habe ich euch einige sehr lesenswerte Bücher herausgesucht, die Euch bestimmt gefallen werden. Die ersten Bücher habe ich in meinem persönlichen Besitz und möchte diese besondern empfehlen. Falls Ihr die Bücher (oder auch etwas anderes) bei amazon bestellen möchtet, nutzt doch bitte den “amazon.de-link”. Damit finanziere ich einen kleinen Teil dieser Webseite. Das ist lieb! Vielen Dank! Und viel Spaß beim Stöbern.

Eure Maxgreena

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Gartenrundgang im September 2011 – Video

Liebe Gartenfreunde, bitte folgt mir in meinem Video vom September 2011 zu einem Gartenrundgang in meinen Gemüsegarten…

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Kompost – das schwarze Gold des Biogärtners

Kompost! Nie hat man davon genug … Aber wie kommt man zu eigenem Kompost?

In den letzten Jahren habe ich meine Gemüseabfälle immer an eine Stelle, die weit ab vom Gemüsegarten gelegen ist hingebracht. Mehr nur zur Entsorgung der Abfälle. Da ich aufgrund der schweren Bodenstruktur im Gemüsegarten Unmengen von Kompost benötige, hatte ich in den letzten Jahren in der Summe mehrere Tonnen Kompost von der öffentlichen Kompostieranlage geholt.

Nun möchte ich meine Gemüse- und Gartenabfälle nicht weiter so verschwenden und einen eigenen Kompost anlegen. Der beste Platz für einen Kompost ist halbschattig. Gut, das kann ich bieten! Man benötigt etwas, dass eine Fläche von ca. 1 x 1 Meter begrenzen kann. Einen Drahtzaun an Pfosten zum Beispiel. Man kann alternativ alte Euro-Paletten verwenden oder einen der fertigen Kompostsilo aus Kunststoff kaufen. Es gibt ebenfalls Kompost-Module aus verzinktem Metall. Einige Gartenbesitzer schichten auch riesige freistehende Kompostmieten mit einer Breite von 2 Metern, einer Höhe von ca. 1,5 Meter und beliebiger Länge auf – das macht nur Sinn bei Unmengen an Abfällen.

Dann sammelt man das Material, dass verrotten soll. Am besten, man hat soviel Material, dass der Kompost mindestens 1 Kubikmeter (also 1 x 1 x 1 Meter) groß werden kann. Nur wenn genügend Material in der richtigen Mischung zusammen kommt, beginnt die Rotte schnell und verläuft zügig.

Man befüllt den Kompost wie folgt: auf die blanke leicht aufgelockerte Erde gibt man zunächst etwas grobes Material (z.B. grob zerschnittenes Holz), dass als Drainage dient. Der Kompost muss unbedingt Kontakt zur Erde haben, weil nur so die Bodenorganismen und Regenwürmer in den Kompost einwandern können. Ohne die vielen verschiedenen Kleinlebewesen werden die Abfälle nicht in das “schwarze Gold” umgewandelt!

Die Höhe der ersten Schicht kann ca. 10 cm betragen. Danach können “braune”, also getrocknete Gartenabfälle und weiteres feiner geschnittenes oder gehäckseltes Holz aufgeschüttet werden. Jede Schicht sollte nicht dicker als 10 cm werden. Dann folgt “grünes” Material, also Abfälle, die eher feucht sind. Ab und zu kann man eine Handvoll Gesteinsmehl und eine Schaufel Gartenerde dazu geben. Auf diese Weise “impft” man den Kompost mit Bodenlebewesen und Mikroorganismen. Man schichtet wechselweise “Braunes” und “Grünes” in maximal 10 cm dicken Schichten bis der Komposter voll ist. Die maximale Höhe wäre für mich bei 1,20 Meter, damit ich noch gut arbeiten kann.

Wenn man das Gefühl hat, das Kompostgemisch ist eher etwas zu trocken, kann man ihn mit Wasser oder einer Pflanzenjauche angießen. Ganz oben auf kann man den Kompost mit Stroh bedecken, das gleicht das Klima im Kompost aus und schützt ihn.

Nun heißt es einfach abwarten! Nach einiger Zeit beginnt die Rotte: der Kompost wird im inneren richtig heiß! Diesen Prozeß sollte man unbedingt abwarten, bevor man irgendetwas weiter unternimmt.

Welche Dinge kann man kompostieren?
Alle Grünabfälle aus der Küche: Schalen von Obst und Gemüse, Biozitrus-Fruchtschalen, Eierschalen, Kaffeepulver (auch mit Filtertüte), unbehandeltes Papier und Pappe (zerkleinert und zerknüllt), Tierhaare, Blumensträuße, Kot von Haus- und Nutztieren und Pflanzenfressern (z.B. Pferden, Kühen, Schweinen, Kaninchen, Hamstern, Vögeln, Hühnern, …), Unkraut, angetrockneter Rasenschnitt, Herbstlaub, alle Gartenabfälle von gesunden Pflanzen.

Welche Dinge kann man nicht kompostieren?
Alles, was gekocht war; Fleisch, Plastik, Glas, Metall, Zitrusfrüchte, behandeltes Papier, kranke Pflanzenreste, ausdauernde Unkräuter, die aus den Wurzeln austreiben

Mein Kompost ist Vegetarier – das kann ich mir leicht merken.

Tipps:
der Kompost soll weder zu trocken noch nass sein. Es muss genügend Luft im Kompost vorhanden sein, das Material darf nicht “aneinander kleben “; es sollte nicht zu sehr gepresst oder gestopft werden.

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Vorbereitungen im Gemüsegarten im März

Obwohl ich hier im Norden Deutschlands lebe, sind in diesem Jahr die Mitte-März-Tage recht mild (10 bis 12 Grad). Heute hat es mich in den Gemüsegarten gezogen. Mit Schubkarre, Rosenschere und Handschuhen ausgerüstet geht es an die Vorbereitungen für die Gartensaison.

Zunächst habe ich eine Bestandsaufnahme gemacht: Was muss ich innerhalb der nächsten Tage erledigen, damit die Gartenfräse nächste Woche eingesetzt werden kann? Was ist zu ordnen, zu beschneiden? Welche Pflanzen sind durch den Frost beschädigt? Sind die Wühlmäuse noch im Garten tätig?

Ich habe heute die Kletterrosen am Rosenbogen beschnitten. Wie in jedem Winter frieren einige der Triebe ab oder trocknen zurück.

Danach habe ich mich um die kleine Himbeerreihe gekümmert. Auch hier habe ich alle alten, abgetragenen Ruten entfernt und schwache, dünne Triebe herausgeschnitten.

Dann habe ich Kohlreste und altes Bohnenkraut sowie alle Stützstäbe entfernt. Einige Äste die bei den Winterstürmen von den Bäumen gefallen waren mussten ebenfalls weggeräumt werden. Auch im schmalen “Blumenbeet” habe ich Ordnung geschaffen und mich dabei an den Austrieben der Tulpen erfreut. Lange kann es nicht mehr dauern, und die kleine Mühe im letzten Herbst die Zwiebeln in den Boden zu bringen, wird mit einer hoffentlich bunten Vielfalt belohnt.

Wo wohl meine Rhabarberpflanze geblieben ist? Neulich habe ich den ganz jungen Austrieb bei einer Garteninspektion doch noch gesehen… sind die Wühlmäuse schon wieder da? In den Fallen waren keine Mäuse zu finden.

Ich habe für Euch ein Video gemacht, das meine Garten-Bestandsaufnahme zeigt, und hoffe, dass ich bald dazu komme es bei youtube hochzuladen.

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Trotz Harz IV – ALG II gesund ernähren?

(Achtung: satirischer Sarkasmus!)

Liebe Gartenfreunde, kann man sich, obwohl man sich unter der Armutsgrenze befindet, gesund ernähren – selbst wenn man auf Auto, Urlaub, neue Kleidung und Freizeitvergnügungen bereits verzichtet?

Ich habe auf “youtube” einige Filme gesehen, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen. Das sind Filme aus den USA. Sie berichten über die Menschen, die in den ehemals großen Automobilbaumetropolen (z.B. Detroit) langzeitarbeitslos sind. Dort stehen viele Stadtteile fast leer, die Supermärkte sind in gewinnbringende Zonen fortgezogen, es gibt nur noch Tankstellen, bei denen man “Dosenfutter” kaufen kann, jedoch kein frisches Obst und Gemüse!!! Einige Leute haben deshalb einfach leerstehende Brachflächen, die der Stadt gehören, besetzt und in Gartenland umgewandelt. Doch wirklich!

Ich versuche mir das gleiche für Deutschland vorzustellen… “Hm, soll ich vor dem Rathaus meinen Gemüsegarten anlegen???” Spaß beiseite, das ist ein ernstes Thema.

Obwohl wir in Deutschland ein relativ gut funktionierendes Sozialsystem besitzen, reicht das sogenannte Harz IV-Einkommen mit Sicherheit nicht aus, sich gesund zu ernähren. Deshalb schrieb ich auch: “unter der Armutsgrenze”. Ich stelle mir vor, dass man in dieser finanziellen Notsituation viele Kompromisse machen muss.

Zum Beispiel: Bio-Fleisch. ja super! Das wollen doch alle. Es ist leider sehr teuer. Warum eigentlich? Die Biobauern sparen doch jede Menge Medikamente.
Schon mal gehört: “Aber der Verbraucher will ja preiswertes Fleisch!”?

Mit viel Engagement, Eigeninitiative und Kreativität kann es einem trotzdem – möglicherweise – gelingen, sich gesund zu ernähren – ALG 2 zum Trotz!

Eine gute Quelle für Tipps zum sparsamen Haushalten ist auch “chefkoch.de”.  Dort gibt es  z.B. die “Sparrunden”. In den Sparrunden wird berichtet, dass man seinen Haushaltsetat sehr genau planen muss: z.B. alle “überflüssigen” Versicherungen, Zeitschriften- Abonnements sofort kündigen soll. Auch ansonsten muss man sich seine festen Kosten sehr genau anschauen: Wo ist “Sparpotential”? Heizkosten, Telekommunikation, Wassergeld, Miete, Freizeit, Lebensmittel, Kaffee, Zigaretten, Alkohol (die beiden letzten sind eh ungesund!)? Ich habe jedenfalls verstanden, dass die tägliche Hauptmahlzeit nicht mehr als 1,00 Euro pro Person kosten darf, um mit dem Geld auszukommen.

Mein Tipp: Schafft euch einen Garten an. Egal wie. Eine kleine Parzelle (auch mit mehreren Gleichgesinnten geteilt) reicht, um vielfältiges Gemüse anzubauen und frisch auf den Tisch zu bringen. Notfalls macht ihr es wie die Amerikaner und besetzt städtisches Brachland! ;) . Der Tipp von Prinz Charles, Gemüse im Balkonkasten anzubauen, hat viel Charme, aber zur Selbstversorgung mit Gemüse reichen Balkonkästen dann doch nicht.

Nachtrag:
Ok, wenn nun alle 7,5 Millionen ALG 2 Bezieher (Zahlen vom statischen Bundesamt von 2010) Brachland besetzten, könnte es mit der Anbaufläche schon knapp werden …

Ich rechne das mal kurz aus:
7,5 Millionen Menschen mal  jeweils 50 Quadratmeter Anbaufläche entspricht
375 Millionen Quadratmeter oder 375 Quadratkilometer.

Ups, das ja ist zufällig fast die Fläche von Bremen oder Dresden! Ja, gibt es soviel städtisches Brachland?

Also:
“Wo sollen denn die 3,4 Millionen ALG 1 Bezieher noch ihr eigenes Gemüse anbauen?” “Und die sogenannten ”Working Poor” – also die Menschen, die für Dumping-Löhne in Zeitarbeitsfirmen arbeiten und trotzdem nicht über den Sozialhilfesatz gelangen?”

Für fast 11 Millionen Arme (ohne “Working Poor”, die haben ja sowieso keine Zeit für Gartenarbeit, denn die arbeiten ja bereits) reicht unsere Brachlandfläche wohl gar nicht mehr aus, weil “50 Quadratmeter pro Person” sich auf den reinen Gemüseanbau bezieht. Man benötigt zur Selbstversorgung ja auch noch Obst, Getreide und Viehfutter.

Naja, vielleicht kann Herr Wulff (genau, unser Ex-Präsi) ja von seinen 199 000 Euro “Ehrensold” im Jahr auf Mallorca oder in Griechenland noch etwas Anbaufläche dazumieten. Mallorca hätte den Vorteil, dass da sowieso schon sehr viele Deutsche wohnen, Nachteil: die gehören eher nicht zu den “Working Poor”. Griechenland wäre wohl besser geeignet, da steigt dann auch gleich das Bruttosozialprodukt. Nachteil: Das Gemüse müsste nach Deutschland eingeflogen werden und ist nicht mehr ganz so frisch.

Und 199 000 Euro? Das ergibt gar nicht soviel zusätzliche Anbaufläche …hm… dann müssen wohl noch einige Vorstandsvorsitzende der Banken einen kleinen Anteil, nur so 10% von ihrem Jahres-Einkommen, mit in den Topf werfen.

10 %, das wären dann so pro Vorsitzendem im Durchschnitt 99 000 Euro – bei einem Jahresverdienst von nur 0,9 Millionen – auf die er jährlich verzichten müsste. Super, dann reicht es allemal für die Miete der zusätzlichen Anbaufläche! Aber können wir das den Bänkern zumuten?

Ich glaube nicht: die sparen doch auf Ihre zweite Yacht – habt doch bitte etwas Mitleid. Ihr wisst gar nicht, was so eine Yacht kostet und dann der Unterhalt. Also bitte. Da müssen wir uns wohl etwas anderes überlegen.

(satirischer Sarkasmus? – oder ist das Geschriebene doch schon Polemik?)

 

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Planung eines Gemüsegartens – die Grundlagen

Tja, eine Freundin fragte mich vor ein paar Tagen: “Sag mal, was muss ich eigentlich beachten, wenn ich Gemüse ziehen will?”

Hm, ups, meine Antwort fiel dann etwas umfangreicher aus ;) !

OK, zunächst die Lage des Gartens:
Sonne, Sonne und Sonne sind gute Voraussetzungen. Etwas windgeschützt ist auch gut.

Wasser in der Nähe der Gemüse macht viel Sinn!

Dann der Boden:
Um welche Art von Boden handelt es sich? Leichter Boden (Sandboden), mittelschwerer Boden, schwerer Boden (Lehm, Ton)?
Wie humusreich ist der Boden? Entsteht im Gartenbereich Staunässe? War der Gartenboden vorher Wald, Wiese, Ackerland, Brachland, ist er eventuell mit Schadstoffen belastet? Wie ist die Ausrichtung des Gartens in Bezug auf die Himmelsrichtung? Wie reich ist der Boden an Kleinstlebewesen – Wie lebendig ist also der Boden?
Man sollte zumindest am Anfang eine Bodenanalyse in einem Labor machen lassen, auch, um die fehlenden Nährstoffe oder eventuelle Schadstoffe zu bestimmen.

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beschreibt es so:
“Ein gesunder Boden soll sich wie folgt zusammensetzen:

  • 50 % feste Bestandteile (organisch – Humus; anorganisch – Mineralien)
  • 50 % Hohlräume (je zur Hälfte mit Wasser und Luft gefüllt)
  • intaktes Bodenleben (biologische Aktivität des Bodens)”

Bodenverbessungs-Maßnahmen einleiten: Kompost von der örtlichen Kompostieranlage besorgen, solange kein eigener Kompost vorhanden ist. Gesteinsmehle und Humus bei eher sandigem Boden, Humus und Sand bei schweren Böden einarbeiten. PH-Wert messen und in den Bereich 5,5 bis 7,5 bringen. Meistens fehlt etwas Kalk, d.h. der Boden ist oftmals zu sauer für Gartengemüse.

Optimale Werte der Bodenreaktion für einige Gemüsearten:

  • pH über 7: Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Kopfkohl
  • pH 7 bis 6: Blumenkohl, Buschbohnen, Brokkoli, Erbse, Gurke, Kürbis, Lauch, Melone, Möhre, Paprika, Rosenkohl, Rote Bete, Salat, Schwarzwurzel, Spargel, Spinat, Tomate
  • pH unter 6: Kartoffel, Knollensellerie, Mangold, Rhabarber, Zwiebel

Die meisten Gemüsearten besitzen einen großen Toleranzbereich, der eben zwischen 5,5 und 7,5 liegt (z.B. Gurke).

Gartenfläche in Quadratmetern:
Wieviel Zeit steht für die Gartenarbeit zur Verfügung? Wieviel Platz steht zur Verfügung? Ein grober Richtwert ist folgender: 50 m2 pro Person ermöglicht eine Selbstversorgung mit frischem Gartengemüse über das Jahr. Flächen für Kartoffeln, Spargel, Obstbäume, Beeren und Getreide sind hier nicht miteinbezogen. Baut man diese auf den 50 m2 mit an, gibt es jeweils entsprechend weniger Gemüse. Oder man rechnet aus, wieviel zusätzliche Fläche für die benötigten Obstbäume und Beerensträucher usw. nötig ist.

Man kann auch schon auf drei bis vier kleinen Beeten viele unterschiedlichen Gemüsesorten (z.B. in Mischkultur) ziehen und sehr viel Freude und viel frisches Gemüse dadurch haben.

Beete neu anlegen:
Bewährt haben sich rechteckige Beete mit einer Breite von ca. 1,20 m und beliebiger Länge – je nach Gartensituation. Die Beete sollten möglichst in Nord-Süd-Richtung verlaufen, damit alle Reihen des Beetes genügend Sonne erhalten. Jedes Beet wird mit einem Spaten umgegraben und die Boden-Hilfsstoffe werden eingearbeitet und das Unkraut sorgfältig entfernt. Oder man bearbeitet zunächst die gesamte Gartenfläche mit einer Motorfräse und nimmt die Einarbeitung der Bodenhilfsstoffe anschließend mit der Grabgabel vor.

Leidet der Boden unter stauender Nässe, muss zuerst eine Drainage erstellt werden. Je nach Verdichtungsgrad des Bodens können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein. Bei leichter Verdichtung reicht oftmals eine Bodenverbesserung durch tiefes Umgraben und Kompost- und Sandzufuhr. Im ersten und eventuell zweiten Jahr sollte man den Garten nur mit Gründüngung bestellen. Dazu Pflanzen wählen, die tiefreichende Wurzeln besitzen (z.B.: Sonnenblumen, Lupinen).

Ist der Boden sehr staunaß und sehr stark verdichtet muss man eine Drainage legen: Dazu gräbt man Gräben ca. 80 cm tief, es folgt eine 7cm dicke Schicht Kies, in die ein Drainagerohr gelegt wird, das wird wiederum mit Kies und einem Vlies bedeckt, damit die Erde es nicht verstopft. Darüber kommt der mit Humus gelockerte Gartenboden. Das Drainagerohr soll mit einem leichten Gefälle in eine Richtung gelegt werden, wo das Wasser ablaufen und versickern kann. Manchmal ist dazu noch eine Sickergrube erforderlich. Eine Sickergrube ist deutlich tiefer als die Drainagerohre und ebenfalls mit viel Kies, einer Lage Vlies und Erde gefüllt.

Wege und Pfade anlegen:
Zwischen den Beeten reichen jeweils unbefestigte schmale Pfade von 30-40 cm Breite. Diese kann man mit Rindenmulch abdecken. Der befestigte Hauptweg kann 50- 70 cm breit sein, so dass man sie mit einer Schubkarre befahren kann.

Kompost anlegen:
Selbst in einem kleinen Garten sollte man unbedingt seinen eigenen Kompostplatz anlegen (dazu später mehr).

Welche allerwichtigsten Werkzeuge braucht ein Gartenanfänger?
Alle Gartenwerkzeuge sollten die bestmögliche (bezahlbare) Qualität besitzen!

  • Spaten
  • Handschaufel
  • Grabgabel
  • Hacke
  • Schaufel
  • Gartenschere
  • Messer
  • Rechen
  • Gießkannen
  • Gartenschlauch
  • Schubkarre
  • Eimer

Ich persönlich finde die Stecksysteme ganz sinnvoll. Man benötigt 2-3 Stiele, und kann dann die entsprechenden Werkzeugspitzen (wie Hacke, Rechen, Besen; Säge) anstecken. Das spart Raum und Geld. Der Spaten und die Grabgabel sollten jedoch fest mit dem Stiel verbunden sein. Das sind beides Geräte, die großen Lasten ausgesetzt sind und ohnehin ständig im Einsatz sind.

Welches Zubehör ist sinnvoll?

  • Band
  • Draht, in verschiedenen Stärken
  • Druckluftspritze /für Jauchen und Dünger

bei Selbstaussaat von Pflanzen:

  • Behälter für Saatgut (für dunkle und kühle Lagerung)
  • Minigewächshäuser für die Fensterbank
  • Torftöpfe, Jiffies
  • Plastik- und Tonblumentöpfe
  • Pikierstab
  • Aussaaterde

Und was soll ich nun anpflanzen?

Das ist eine persönliche Sache, denn es kommt auf die eigenen Vorlieben an. Wenn man ein ausgesprochener Salat-Muffel ist, macht Salat wenig Sinn. Ich würde zu Beginn zu einfach zu kultivierenden Pflanzen raten:

  • Salat
  • Rote Beete
  • Bohnen, insbesondere Kletterbohnen
  • Mangold
  • Petersilie und Schnittlauch (gekaufte Pflanzen)

Wobei man nie genau sagen kann, was in dem Garten in einem Jahr gut wächst. Man muss sich einfach herantasten, ausprobieren und seine Erfahrungen am besten schriftlich in einem Gartentagebuch festhalten, um aus Fehlern und Erfolgen zu lernen.

Dabei wünsche ich Euch viel Spaß!
Maxgreena
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Mischkultur – Beet mit Zucchini, roter Beete, Kohl und Kräutern

Diese Mischkultur für ein Beet mit den Maßen 1,20 Meter Breite und 5 Meter Länge (man kann die Größe auch an den eigenen Garten anpassen) finde ich auch ganz interessant:

Im Mai: 2 Zucchinpflanzen je an ein Ende des Beetes pflanzen, z.B. eine gelbe und eine grüne Sorte. Die Zucchini brauchen jeweils einen Quadratmeter Platz.
In die 1. und 3. Reihe, die nur noch 3 Meter lang sind, setzt man mit 50 cm Abstand jeweils einen frühen Rotkohl. Dazwischen sät man Borretsch.

In die mittlere Reihe sät man Dill und im Abstand von 10 cm setzt man eine rote Beete-Jungpflanze. (Bild 1)

Mischkultur Ende Mai, Rote Beete, Zucchini, Rotkohl, Dill und Boretsch

Mischkultur Ende Mai, Rote Beete, Zucchini, Rotkohl, Dill und Borretsch (Bild 1)

Wenn Kohl und rote Beete geerntet sind, sät man Spinat. Die Zucchini verbleiben noch länger auf dem Beet. Wenn sie abgeerntet sind – ungefähr Ende September – sät man auch hier Spinat. Insgesamt sind es 8 Reihen Spinat. (Bild 2)

Mischkultur Ende September - 8 Reihen Spinat

Mischkultur Ende September - 8 Reihen Spinat (Bild 2)

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Herzhaftes schnelles Brot aus dem Topf – eine Kruste wie vom Bäcker!

Dieses Rezept ergibt ein großes Brot.

Zutaten:
500 g Vollkorn-Weizenmehl
200 g Weizenmehl (Typ 405)
100 g Roggenschrot + 150 ml kochendes Wasser
1 Pck. frische Hefe + 100 ml lauwarmes Wasser
1 TL Honig
1 TL Brotgewürz
3 TL Salz
2 EL Sesam
2 EL Leinsamen
2 EL Sonnenblumenkerne
380 ml lauwarmes Wasser (Gesamtflüssigkeitsmenge: 630 ml)

Zubereitung:
100 g Roggenschrot mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen und 1 Std. quellen lassen.
Frische Hefe mit Honig und 100 ml lauwarmen Wasser verrühren und 10 Minuten stehen lassen.

Restliche Zutaten (bis auf das Wasser/380 ml) in eine Rührschüssel geben und vermengen.
Wenn sich die Hefe aufgelöst hat, in die Mitte des Mehls eine Mulde drücken und flüssige Hefe in diese Mulde gießen. Mit etwas Mehl vom Rand verrühren (dünner Vorteig). Das Ganze 10 bis 15 Minuten gehen lassen.

Dann das eingeweichte Roggenschrot zum Mehl geben und nach und nach mit Wasser gründlich vermischen. Der Teig soll recht weich und feucht sein, aber keinesfalls flüssig. Die Schüssel mit einem feuchten Handtuch bedecken und Teig solange gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Ofen auf 250 Grad vorheizen. Einen normalen Topf (mit fetstschließendem Deckel; beides ohne Plastik – Alternativ: Römertopf oder Bräter mit Deckel) mit Backpapier auskleiden.

3 EL Mehl auf eine Arbeitsplatte geben und den Teig mittels eines Teigschabers auf das Mehl gleiten lassen. Dieser Teig wird nicht geknetet! Er wird nun nur gefaltet: Teig einmal von rechts zur Mitte umschlagen, einmal von links zur Mitte, einmal von oben zur Mitte und zuletzt einmal von unten zur Mitte – wie einen Briefumschlag. Von Oben betrachtet sieht man nun auf den “Teigschluss”. Dieser Teigschluss kommt zuunterst in den mit Backpapier ausgelegten Topf. Deckel drauf und für 5 Minuten bei 250 Grad auf der zweiten Schiene von unten auf einen Rost setzen. Dann den Ofen auf 230 Grad herunterschalten und für 35 Minuten weiterbacken. Danach den Deckel vom Topf nehmen und in weiteren 15 bis 20 Minuten fertig backen.

Das Brot aus dem Topf kippen. “Klopfprobe” machen: ist das Brot fertig, klingt es beim Klopfen auf den Boden hohl. Klingt es dumpf oder fühlt sich unten noch feucht an, nochmals kopfüber in den Ofen damit (für ca. 10 bis 15 Minuten  - ohne Topf).

Brot auf dem Rost auskühlen lassen.
Der Trick bei diesem Brot ist das anfängliche Backen mit Deckel, das ergibt diese wunderbare Kruste!

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Erste Aussaaten im März

Heute habe ich endlich die ersten Samen ausgesäht: Kohlrabi (weiss und violett), Tomaten: “Golden Queen”, “Harzfeuer” und “Supersweet 100″. Alles für das erste Beet, das ich in Mischkultur bepflanzen möchte. Dafür fehlt dann noch Kopfsalat und Porree, notfalls kann ich diese Pflanzen aber auch vorgezogen kaufen.

Die Chilisamen quellen noch für einige Stunden im Wasser, um die Keimruhe aufzubrechen. Ich weiß, es ist schon recht spät für Chilis, aber das sollte trotzdem noch klappen. Es sind selbstgeerntete Samen aus Früchten aus dem Kaufhaus: Jalapeño, Habaneros, Bird’s Eye und eine mittelscharfe rote längliche Chili-Sorte (Es gibt bei uns häufiger frische Chili-Mischungen zu kaufen, das ist wesentlich günstiger als die Samen alleine zu kaufen und hat den weiteren Vorteil, dass ich die Chilis schon mal essen kann.) Die “Jiffies” quellen auch schon, in diese sollen dann einige Samen der Chilis testweise hinein. Einige Samen werde ich aber auch in normale Plastiktöpfe aussähen. Mal schauen, welche Pflanzen sich besser entwickeln und handhaben lassen.

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Gedanken zum Gartenboden

Noch ruht die Gartenarbeit hier im Norden Deutschlands. Daher einige Gedanken zum Thema “Gartenboden”.

Ich selbst empfinde den Boden immer als “lebendiges Wesen”, als “Gesamt-Organismus”, und bei näherer Betrachtung ist er es ja auch. Millionen von Tieren bevölkern diese Grundlage allen Wachsens. Wenn es diese Kleinstlebewesen nicht gäbe, könnten auch die Menschen (und andere Tiere) nicht sein. Diese kleinen Lebewesen wandeln die “Abfälle” der Natur in gemeinschaftlicher Arbeit in fruchtbare Erde um.

Als Biogärtner sollte man sich darüber im klaren sein, dass diese Lebewesen Futter benötigen. Also Grünzeugs. Das ist ein guter Grund, den Boden zu mulchen. Wenn ich chemische Dünger verwenden würde, ernährte ich die Pflanzen direkt – ohne Umweg über die Bodenlebewesen. Die Pflanzen wachsen dann – prima! Aber wovon sollen denn meine Gartenhelfer leben? Denn ich ernte die Pflanzen und habe auf diese Weise den Bodenorganismen das Futter weggenommen. Also muss ich für Ersatz sorgen: Mulch und Kompost! Sonst lauge ich den Boden aus. Er stirbt dann langsam, aber sicher.

Dagegen benötigt ein gesunder, gepflegter Gartenboden keine chemischen Zusätze mehr, denn es sind genug Helfer da, die die Pflanzen mit allen Nährstoffen versorgen.

Licht, Luft und Wasser sind neben den Bodenorganismen die drei anderen wichtigen Komponenten, den Gartenboden lebendig zu halten. In verdichteten Böden wächst nichts, weil Licht und Luft fehlen. Auch die Bodenorganismen brauchen Luft zum Atmen. Das ist der Grund, warum man den nassen Boden nicht betreten sollte: man quetscht die Luft aus dem Boden und zerstört die Struktur.
Baumaschinen machen durch ihr erhebliches Gewicht das Gleiche im großen Stil, daher empfiehlt es sich im ersten und evtl. auch zweiten Jahr nach Baumaßnahmen Gründüngungspflanzen zu sähen, die sehr tiefreichende Wurzeln haben. Sonnenblumen zählen beispielsweise mit ihren zwei Meter in die Tiefe reichenden Wurzeln dazu. Diese Maßnahmen bieten sich auch an, wenn man einen Ziergarten anlegen möchte, da die Pflanzen die gleichen Ansprüche an einen guten Gartenboden besitzen wie Obst und Gemüse.

Der Gartenboden erholt sich durch Gründüngung und wird teilweise auch gedüngt, wenn man das Kraut auf den Beeten beläßt oder stickstoffsammelnde Leguminosen (z.B. Bohnen und Lupinen) aussäht.

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